bamberg2012ERBA-Park & Gartenschau
Programm 2012

Veranstaltungen & Programm 2012

Eine Landesgartenschau ist mehr als ihre Beete. Über 165 Tage begleitete die Schau in Bamberg ein vielfältiges Programm — von Familienangeboten bis zu einem interreligiösen Gartenprojekt.

Aktualisiert am 11.6.2026

Vom 26. April bis zum 7. Oktober 2012 war die ERBA-Insel nicht nur eine Ausstellung von Pflanzen, sondern ein belebter Ort. Über die gesamte Saison hinweg begleitete ein Programm die Landesgartenschau — mit Angeboten für Familien, mit Bildungsformaten und mit Projekten, die weit über das Gärtnerische hinausgingen.

01 Ein Programm über die ganze Saison

165 Tage Laufzeit bedeuten 165 Tage Programm. Wie bei Landesgartenschauen üblich, drehte sich vieles um Garten, Natur und Stadtleben. Die weiten Wiesen und Plätze des Geländes boten dafür den Rahmen — vom ruhigen Spaziergang bis zu Anlässen, die viele Menschen zugleich anzogen.

Dabei folgte das Programm dem Rhythmus der Jahreszeiten. Vom Frühling mit den ersten Beeten über die volle Sommerblüte bis zum herbstlichen Ausklang änderte sich das Bild der Schau fortlaufend — und mit ihm die Anlässe, die Menschen auf die Insel zogen. Eine Landesgartenschau ist in diesem Sinne kein einzelnes Ereignis, sondern eine ganze Saison, die sich über ein halbes Jahr entfaltet.

02 Der GottesGarten der Religionen

Zu den ungewöhnlichsten Beiträgen gehörte der „GottesGarten der Religionen“. Über die gesamte Laufzeit der Schau gestalteten mehrere Religionsgemeinschaften gemeinsam einen Garten: die katholische und die evangelische Kirche, die jüdische Gemeinde sowie die türkisch-islamische Gemeinde. Das Projekt machte den Garten zu einem Ort der Begegnung — ein Gedanke, der gut zu einer Schau passte, die selbst Brücken zwischen Stadtteilen baute.

Der Gedanke dahinter passte zum Wesen einer Gartenschau: Ein Garten ist seit jeher ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Dass dieser Garten von vier Gemeinschaften gemeinsam gestaltet wurde, machte ihn über das Gärtnerische hinaus zu einem Sinnbild für das Miteinander in der Stadt — und zu einem der Beiträge, über die noch lange gesprochen wurde.

03 Für Familien: die „Sams“-Spielwelten

Besonders für Familien war das Programm gemacht. Im Mittelpunkt standen die „Sams“-Spielwelten, die zusammen mit dem Bamberger Autor Paul Maar entwickelt wurden, dem Schöpfer der bekannten Kinderbuchfigur. Spiel und Geschichte gingen hier ineinander über. Einer dieser Spielplätze prägt den ERBA-Park bis heute.

Dass eine literarische Figur zum roten Faden eines Spielangebots wurde, war typisch für den Anspruch der Schau: Sie wollte unterhalten und zugleich etwas erzählen — gerade für die jüngsten Besucherinnen und Besucher. Aus dem Spielen wurde so nebenbei ein Stück gemeinsame Geschichte, die viele Familien aus Bamberg bis heute mit der Insel verbinden.

04 Mitmachen und lernen

Neben Spiel und Begegnung hatte die Schau auch einen Bildungsauftrag. Mitmach- und Lernorte wie ein Ausstellungs-Klassenzimmer der Gärtnereien und eine Imker-Anlage vermittelten anschaulich, wie Gartenbau und Natur funktionieren. So wurde aus dem Spaziergang nebenbei eine kleine Lehrstunde — für Kinder wie Erwachsene.

Solche Lernorte gehören zum Selbstverständnis einer Landesgartenschau. Sie zeigen, dass es nicht nur um schöne Bilder geht, sondern auch um Wissen über Pflanzen, Böden und das Leben am Wasser. Gerade in einer Stadt mit langer Gärtnertradition fiel dieser Gedanke auf fruchtbaren Boden — die Verbindung von Bamberg und seinen Gärten reicht weit über das Schaujahr hinaus.

05 Der Park als Ort heute

Mit dem 7. Oktober 2012 endete die Schau, nicht aber das Leben auf der Insel. Der ERBA-Park ist seither vor allem ein Ort für Erholung, Spiel und Sport — und als große, zentrale Grünfläche zugleich ein Raum für Begegnungen.

Was 2012 als Programm gedacht war, lebt im Park in anderer Form weiter: Die weiten Wiesen und Plätze, die damals Bühne und Treffpunkt waren, sind geblieben und werden weiter genutzt. Heute kündigt die Stadt Bamberg an, was auf der Insel stattfindet. Wer den Park besuchen möchte, findet alles Wichtige unter Besuch & Anfahrt; Hand in Hand mit dem Programm ging 2012 auch die Kunst im öffentlichen Raum.

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Häufige Fragen

Wie lange lief das Programm der Landesgartenschau?

Die Schau und ihr Begleitprogramm liefen über die gesamte Saison — vom 26. April bis zum 7. Oktober 2012, also 165 Tage vom Frühling bis in den Herbst.

Was war der „GottesGarten der Religionen“?

Ein gemeinschaftliches Projekt mehrerer Religionsgemeinschaften, das während der gesamten Laufzeit vom 26. April bis 7. Oktober 2012 zu sehen war. Beteiligt waren die katholische und die evangelische Kirche, die jüdische Gemeinde sowie die türkisch-islamische Gemeinde.

Gab es ein Programm für Kinder?

Ja. Ein Schwerpunkt waren die „Sams“-Spielwelten, die zusammen mit dem Bamberger Autor Paul Maar entwickelt wurden. Sie verbanden Spiel und Geschichte und waren besonders bei Familien beliebt.

Konnte man auf der Schau etwas lernen?

Ja. Zur Schau gehörten Mitmach- und Lernorte, darunter ein Ausstellungs-Klassenzimmer der Gärtnereien und eine Imker-Anlage, an denen Gartenbau und Natur anschaulich vermittelt wurden.

Welche Themen prägten das Programm?

Wie bei Landesgartenschauen üblich, drehte sich das Programm um Garten, Natur und Stadtleben — von gärtnerischen Themen über Familienangebote bis zu kulturellen Beiträgen.

Finden im ERBA-Park heute noch Veranstaltungen statt?

Der Park ist heute vor allem ein Ort für Erholung, Spiel und Sport. Als große, zentrale Grünfläche wird er auch für Begegnungen und Aktivitäten genutzt. Aktuelle Termine kündigt die Stadt Bamberg an.

Wo finde ich heute Informationen zum Park?

Einen Überblick über den heutigen Park geben die Seiten zum ERBA-Park und zum Gelände. Hinweise zur Anreise stehen unter Besuch & Anfahrt.